Technische Inventarisierung in Wort und Bild
Die vielfachen Betrachtungsmöglichkeiten eines Hinterglasbildes einerseits von der Schauseite, andererseits aber auch von der bemalten Rückseite des Bildes - eine Einmaligkeit bei der optischen Analyse von Kunstwerken - erlauben tiefgehende Einblicke in die Arbeitswelt des Malers.
Der erste Schwerpunkt von revertro liegt in der visuellen Analyse der Maltechnik und umfaßt die Untersuchung der Art des Farbauftrags bzw. der Schichtenabfolge verwendeter Materialien. Quellenforschung von Maltraktaten und Original-Rezepturen werden zur Bestimmung und möglicher zeitlicher/ regionaler Zuordnung miteinbezogen. Durch Materialanalysen können diese Aussagen verifiziert werden (siehe Links).
Der erste Schwerpunkt von revertro liegt in der visuellen Analyse der Maltechnik und umfaßt die Untersuchung der Art des Farbauftrags bzw. der Schichtenabfolge verwendeter Materialien. Quellenforschung von Maltraktaten und Original-Rezepturen werden zur Bestimmung und möglicher zeitlicher/ regionaler Zuordnung miteinbezogen. Durch Materialanalysen können diese Aussagen verifiziert werden (siehe Links).
Unterstützt, teilweise auch erst realisierbar werden die maltechnischen Bestimmungen durch mikroskopische Untersuchungen und die photographische digitale Dokumentation als Gesamt- und Detailaufnahme im Auf-, Durch- und Streiflicht sowie mit hoher optischer Auflösung im mikro- und makroskopischen Bereich. Diese Informationen können eine wichtige Grundlage für weitere Forschung bilden, da aufgrund ihrer Fragilität nicht immer auf die Originale zurückgegriffen werden kann. Die Bilddateien liefern zusätzlich wesentliche Erkenntnisse über spezifische Schadensbilder wie materialtechnisch bedingte Ablösungsprozesse oder auch Schimmelbefall. In dem Inventarisierungsformular einer speziell erarbeiteten Software werden alle gewonnenen Informationen durch revertro zusammengeführt.
Konservierung/ Restaurierung
Zum Erhalt der zumeist stark gefährdeten Hinterglasbilder bietet revertro die Sammlungsbetreuung als präventive Maßnahme an. Hier werden klimatische Aspekte ebenso berücksichtigt, wie Hängungs- und Lagerungsbedingungen. Die Ausstellungsbetreuung schließt eine fachgerechte Montage ebenso mit ein wie Verpackung und Transport.
In einer fachlichen Beratung werden nach Erhebung der Schäden Empfehlungen zum Erhalt der Kunstwerke ausgesprochen. Die erforderliche Konservierung/ Restaurierung von Hinterglasbildern wird von revertro selbst durchgeführt, ggf. unterstützt durch Restaurierungsspezialisten anderer Fachbereiche wie Holz, Metall und Kunsthandwerk.
Materialanalysen
Die Empfindlichkeit der Malschicht und die hohe Zerbrechlichkeit des Hinterglases erlaubten bislang keine grundlegende naturwissenschaftliche Analyse der Hinterglasobjekte.
Erste Erfolge wurden jedoch durch zerstörungsfreie Untersuchungen in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin erzielt. Die hierbei durchgeführten Analysen der Farbmittel dienen der Charakterisierung der für die jeweilige Region, Werkstatt oder einzelner Künstler typischen Malpalette. Damit verbunden bietet die naturwissenschaftliche Forschung grundlegende Erkenntnisse über den historischen Materialverbund Glas/ Pigment / Bindemittel und über die Situation an der jeweiligen Grenzfläche.
Erste Erfolge wurden jedoch durch zerstörungsfreie Untersuchungen in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin erzielt. Die hierbei durchgeführten Analysen der Farbmittel dienen der Charakterisierung der für die jeweilige Region, Werkstatt oder einzelner Künstler typischen Malpalette. Damit verbunden bietet die naturwissenschaftliche Forschung grundlegende Erkenntnisse über den historischen Materialverbund Glas/ Pigment / Bindemittel und über die Situation an der jeweiligen Grenzfläche.
Bindemittelanalysen geben essentielle Hinweise über die Machart eines Hinterglasbildes, da den Bindemitteln in der Hinterglaskunst besondere Haftungsqualitäten zukommen müssen, um auf einem extrem glatten Bildträger langanhaltend zu kleben. Das Verständnis über die Ursache bindemittelbedingter Schäden ist zur Erstellung eines Restaurierungskonzepts von außerordentlichem Nutzen und wird in Kooperation mit dem Doerner Institut erarbeitet.
