Konservierung und Restaurierung der Malschicht
Ohne Kenntnis der zahlreichen Spielarten des maltechnischen Aufbaus und der verwendeten Materialien sind die Schadensmechanismen der fragilen Malerei nicht zu verstehen. Aus den gesammelten Kenntnissen heraus kann erst ein schlüssiges Konzept zur Erhaltung der Hinterglasbilder erarbeitet werden.
Die gewöhnlich in der Restaurierungspraxis eingesetzten Materialien wie Natur- und Kunstharze oder auch Wachse bedürfen für das Arbeitsgebiet der Hinterglasmalerei einer besonderen Auswahl, da das Festigungsmittel immer direkt an der Glastafel sichtbar wird. Das Konservierungsmittel muß aufgrund der Unterschiedlichkeit der Maltechniken und Schichtenabfolge für das zu erhaltende Hinterglasbild individuell ausgewählt werden.
Die gewöhnlich in der Restaurierungspraxis eingesetzten Materialien wie Natur- und Kunstharze oder auch Wachse bedürfen für das Arbeitsgebiet der Hinterglasmalerei einer besonderen Auswahl, da das Festigungsmittel immer direkt an der Glastafel sichtbar wird. Das Konservierungsmittel muß aufgrund der Unterschiedlichkeit der Maltechniken und Schichtenabfolge für das zu erhaltende Hinterglasbild individuell ausgewählt werden.
Auswahlkriterien richten sich nach der Haftfähigkeit auf Glas, der Verträglichkeit mit organischen und anorganischen Materialien, dem möglichen Einfluß auf die Veränderbarkeit der Farbigkeit, der Lösemittelempfindlichkeit des Bindemittels (z.B. bei nicht gealterten Ölfarben), der Alterungsbeständigkeit (Vergilbung), dem Ausdehnungskoeffizienten (Schwund), dem Feststoffgehalt (Lösemittelbedarf) sowie der Verarbeitbarkeit.
Restaurierung des Glasbildträgers
Der Bildträger Glas ist als sprödes Material, insbesondere bei geringer Glasstärke leicht der Gefahr des Brechens ausgesetzt. Interne Spannungen aufgrund mechanischer Belastung (Druck, Stoß, herstellungsbedingte Fehler) können zu Bruchschäden führen. Hintermalte Gläser werden gewöhnlich über die Infiltrationsklebung mit nicht - gilbendem Epoxidharz geklebt.
